Taschendiebstahl: Lernen Sie die Tricks der „Profis“ kennen!

Ob gerade in der Frühlingszeit beim Spaziergang im Park, im Sommerurlaub am Strand oder auch im Winter auf dem Weihnachtsmarkt – Taschendiebstahl hat das ganze Jahr über Saison. Auch im Alltag ist man vor Taschendieben nicht gefeit: Tatorte sind häufig öffentliche Verkehrsmittel, Fußgängerzonen oder Supermärkte. Wir haben für Sie die häufigsten Maschen der Taschendiebe zusammengefasst und verraten Ihnen, wie Sie sich am besten davor schützen können.

Die beliebtesten Maschen der Taschendiebe im Überblick

Im Laufe der Zeit haben sich bestimmte Maschen für Taschendiebe bewährt – indem Sie diese Vorgehensweisen kennenlernen, können Sie sich am besten davor schützen. Wir haben die beliebtesten Techniken der Betrüger deshalb hier für Sie zusammengefasst:

  • Der Rempel-Trick
    Der Klassiker: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder er läuft in einen Komplizen hinein, der plötzlich stolpert, sich bückt oder einfach stehen bleibt. Läuft das Opfer auf, nutzen die Taschendiebe die Ablenkung und greifen zu.
  • Der Drängel-Trick
    Ebenfalls ein geeignetes Szenario für Taschendiebstahl ist folgendes: In vollen Bussen oder Bahnen rückt der Dieb nah an das Opfer heran und nutzt die unausweichliche Körpernähe in den öffentlichen Verkehrsmitteln, um unbemerkt Brieftasche, Handy oder andere Wertsachen aus der Tasche zu stehlen.
  • Der Stadtplan-Trick
    Besonders häufig in Fußgängerzonen oder in der Nähe von besonderen Sehenswürdigkeiten wird der Stadtplan-Trick von Taschendieben angewandt: Die Diebe beziehungsweise deren Komplizen fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten die Person, den Weg an einem ausgehängten Plan zu erklären. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, schlagen die Diebe zu und räumen die Taschen aus.
  • Der Geldwechsel-Trick
    Bei diesem Trick wird das Opfer von Fremden darum gebeten, eine Münze zu wechseln. Öffnet das Opfer seine Geldbörse, wird es daraufhin vom Täter abgelenkt, der mit einem schnellen Handgriff die Banknoten aus der Brieftasche zieht.
  • Der Beschmutzer-Trick
    Dieser Trick wird besonders häufig nach Besuchen des Opfers in Bankfilialen angewandt: Der Täter bekleckert das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit – beim wortreichen Reinigungsversuch entwendet der Täter daraufhin die gerade abgehobenen Banknoten aus der Jacken- oder Hosentasche.
  • Der Supermarkt-Trick
    Im Supermarkt fragen die Täter ihr Opfer nach einem bestimmten Produkt. Während es danach sucht und den Weg beschreibt, wird die Tasche am Einkaufswagen leergeräumt.
  • Der Hochhebe-Trick
    Beim Hochhebe-Trick handelt es sich zugegebenermaßen um eine sehr unkonventionelle Taktik: In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben zieht er oder sein Komplize dem (häufig etwas angetrunkenen) Opfer die Brieftasche aus der Hose.
  • Der Bettel-Trick
    Der Bettel-Trick wird besonders häufig in Fußgängerzonen oder auch in Gaststätten angewandt: Kinder und teilweise auch Erwachsene halten ihrem Opfer ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Einer der Komplizen nutzt daraufhin die Ablenkung, um nach der Geldbörse oder in die Handtasche zu greifen.
  • Der Blumen-Trick
    Beim Blumen-Trick begrüßt ein Fremder das Opfer freundschaftlich oder er steckt ihm eine Blume an. Den kurzen Moment der Verwunderung des Opfers nutzt der Täter, um sich dessen Brieftasche zu eigen zu machen.
  • Der Taschenträger-Trick
    Die „Taschenträger/innen“ spähen ältere Personen beim Einkaufen aus und bieten ihnen daraufhin an, die schweren Einkaufstaschen für sie nach Hause zu tragen. Dort angekommen eilen sie mit der Tasche des Opfers die Treppen hinauf – das Opfer kommt häufig so schnell nicht hinterher. Unterwegs oder oben angekommen nehmen die Täter die Geldbörse aus der Tasche, stellen die Taschen vor der Tür ab und kommen dem Opfer dann grüßend entgegen.

Wie kann man sich vor Taschendiebstahl schützen?

Nun, da Sie die häufigsten Tricks der Taschendiebe kennen, können Sie nicht nur besonders auf entsprechende Vorgehensweisen achten, sondern Sie können sich auch davor schützen. Hierfür gibt es drei wichtige Regeln:

  1. Taschendiebe lieben Menschenmengen
    Im Getümmel von Jahrmärkten, Freizeitparks oder vollen Bahnen haben Taschendiebe besonders leichtes Spiel – hier können sie sich ihrem Opfer nähern oder es berühren, ohne dass ihr Vorgehen auffällt. Möchte man sich trotz des Risikos nicht komplett von Menschenmassen fernhalten, sollte man Geldbörse und andere Wertsachen am besten unter dem Oberteil versteckt tragen. Auch eine Bauchtasche oder ein Bauchgurt lassen sich unauffällig tragen und können nicht so schnell weggerissen werden wie eine Handtasche – wenngleich sie womöglich optisch nicht viel hermachen mögen. Zum Schutz der eigenen Habseligkeiten sollte man jedoch auch bereit sein, kleine Abstriche zu machen – und im Zweifelsfall kann man wertvolle Dinge wie Bank- oder Kreditkarte auch zu Hause oder im Hotelsafe deponieren und sich nur mit Bargeld nach draußen begeben – auf diese Weise hält sich zumindest der Verlust im Fall der Fälle in Grenzen.
  2. Kleider machen nicht immer Leute
    Leider sieht man es Taschendieben in der Regel nicht an, was sie in Wahrheit vorhaben – getarnt sind sie teilweise als Straßenverkäufer, Touristen oder auch als verliebte Pärchen. Nichtsdestotrotz sollte man weder zu Hause, noch im Urlaub jedem Menschen misstrauisch gegenübertreten – stattdessen kann man von vornherein auf seltsames oder ungewöhnliches Verhalten achten. Ein langer Mantel im Hochsommer ist also ebenso verdächtig wie auch aufdringliche Fragestellungen nach dem Weg oder nach besonderen Sehenswürdigkeiten. Auch hierbei gilt es, Wertsachen für den Fall der Fälle sicher und unauffällig zu verwahren.
  3. Doppelt hält besser
    Auch als Straßenhändler oder Rosenverkäufer getarnt sind Taschendiebe häufig unterwegs – dabei verfolgen und bedrängen sie ihr Opfer regelrecht. Kauft man letztendlich womöglich sogar noch etwas, hat man dem Täter damit das eigene Geldversteck verraten, woraufhin der Taschendieb leichtes Spiel hat. Teilen Sie Ihr Budget deshalb nach Möglichkeit auf mehrere Verstecke auf und zahlen Sie bei Straßenhändlern nur aus dem „kleineren“ Geldversteck.

Die richtige Vorbereitung und Hilfe im Fall der Fälle

Gerade im Urlaub ist es besonders ärgerlich, einem Taschendiebstahl zum Opfer zu fallen – immerhin ist in diesem Fall nicht nur das komplette Urlaubsbudget verloren, sondern auch wichtige persönliche Dokumente, die für die Rückreise nötig sind, sind in den Händen zwielichtiger Betrüger. Verstecken Sie Ihr Geld und auch ihre Bank- und Kreditkarten nicht nur an verschiedenen Stellen, sondern schreiben Sie sich auch im Vorfeld den Sperrnotruf ihrer Bank auf oder speichern Sie ihn ein, um ihre Karten möglichst schnell sperren lassen zu können, sollten sie abhandengekommen sein. Auch Kopien ihrer wichtigsten persönlichen Dokumente, die Sie ebenfalls an einem sicheren Ort verwahren sollten, können Ihnen bei den Verhandlungen um Ersatzdokumente mit der Botschaft im jeweiligen Land von Vorteil sein.

Abgesehen davon gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Tools und Gadgets, die Sie für eine sichere Verwahrung Ihrer Wertsachen nutzen können. Gerade Schutzalarme sind hierfür eine gute Möglichkeit: Mit einem Taschenalarm können Sie mögliche Taschendiebe in die Flucht schlagen und die Aufmerksamkeit umstehender Personen auf sich ziehen. Auch ein Schlüsselfinder, der nicht nur als Ersatz zum Selfie-Stick, sondern auch als portable Alarmanlage mit Standortfinder verwendet werden kann, erweist sich in solchen Fällen als vorteilhaft – ebenso wie eine diebstahlsichere Tasche, in der Sie ihre wichtigsten Besitztümer sicherer als je zuvor transportieren können.

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1 Comment On This Topic
  1. Chris
    18. Mai 2017

    Hallo! Informativer Beitrag. Gerade der Blumentrick ist bei uns in Nürnberg aktuell stark am kommen…
    Gerade bei großem Besucherandrang, bspw. auf der blauen Nacht oder ähnlichen Stadtfesten ist gewaltig Vorsicht geboten.
    Weiter so, beste Grüße
    Chris