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Beim Begriff „Survival“ handelt es sich um das englische Wort für „Überleben“ – und damit wird der Sinn des Survival-Trainings bereits umfassend erläutert: Beim Survival geht es darum, auch ohne unseren modernen Luxus in einer allgemeinen Krisensituation oder in einem persönlichen Notfall überleben zu können. Dabei unterscheidet man zwischen dem „Urban Survival“ und dem „Wilderness Survival“ – dem Überleben in städtischen Gebieten und in der Wildnis. Wir verraten, worauf man dabei unbedingt achten muss und geben Empfehlungen für die besten Hilfsmittel an die Hand, die unbedingt zu einer optimalen Survival Ausrüstung gehören sollten.

Survival

Allgemein: Was ist Survival?

Wie wir bereits festhalten konnten steht der Begriff „Survival“ für „Überleben“ – beim Survival-Training geht es demnach darum, möglichst lange und möglichst komfortabel im Notfall ohne modernen Luxus überleben zu können. Manche Menschen gehen dem Survival-Training als Hobby nach, um sich selbst bis an ihre Grenzen zu bringen und ihren Horizont zu erweitern – für die meisten Survival-Experten hat das (regelmäßige) Training allerdings noch eine weitere, wichtige Bedeutung: Sie wollen im Falle einer Katastrophe auch ohne fremde Hilfe durch staatliche Einrichtungen wie die Polizei oder das Militär in der Stadt oder der Wildnis überleben können.

Die Gründe für eine solche Katastrophe können vielfältig sein: Manche Menschen legen ihre Survival Ausrüstung auf Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Wirbelstürme aus, während andere sich auf politische und/oder wirtschaftliche Notfälle vorbereiten. Alles in allem geht es beim Survival darum, sich Katastrophenfällen gut vorbereitet entgegenstellen zu können, indem man eine entsprechende Survival Ausrüstung zusammenstellt und sich wertvolles Wissen aneignet, das im Katastrophenfall das  Überleben sichert.

urban survival

Urban vs. Wilderness Survival: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Gerade wirtschaftliche und politische Katastrophen werden auch vor städtischen Gebieten nicht Halt machen – Anhänger des Urban Survival sind jedoch optimal auf alle möglichen Szenarien vorbereitet. Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, auch ohne wilde Beeren, Zugang zu Flüssen oder Seen und ein wärmendes Lagerfeuer zu überleben. Das Zauberwort hierzu lautet: Vorräte. Gerade vorübergehende Missstände, von denen abzusehen ist, dass sie innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wieder ausgeräumt werden können, setzen ein ausreichendes Maß an Vorräten voraus. Auf diese Weise verhindert man, das Haus zu verlassen und womöglich Aufständischen oder Plünderern über den Weg zu laufen.

Urban Survival in der Praxis

Auch selbst gezogenes Gemüse, das beispielsweise auf dem Balkon wächst, stellt einen wichtigen Teil des Urban Survivals dar. Darüber hinaus spielt auch eine gute Kenntnis der örtlichen Verhältnisse eine wichtige Rolle: Wo kann man auch außerhalb von Supermärkten und Getränkemärkten Trinkwasser beziehen? Welche Apotheke hat die größten Vorräte? Wie kommt man am schnellsten in die nächste Stadt? Eine Karte sollte in der Survival Ausrüstung nicht fehlen, wenn man diese und weitere Fragen in städtischen Gebieten beantworten und daraufhin schnell handeln möchte.

Früher oder später ist Wilderness Survival ein Thema

Sollte der Katastrophenzustand anhalten, wird man früher oder später zumindest teilweise vom Urban zum Wilderness Survival übergehen müssen. Neben dem Wissen darüber, wie man ein kontrolliertes Feuer entfacht, welche Pflanzen, Beeren und Pilze essbar sind und wie man Wasser aus dem nächsten See oder Fluss in Trinkwasser umwandeln kann, ist auch die richtige Survival Ausrüstung hierbei entscheidend über Leben und Tod: Vorräte spielen dabei eine untergeordnete Rolle – auf der Survival Ausrüstung Liste sollten deshalb nur geringe Mengen an Energieriegeln oder Fertigmahlzeiten zu finden sein. Stattdessen muss Platz für Werkzeuge, Erste-Hilfe-Produkte und Outdoor-taugliche Kleidung geschaffen werden.

Survival-Fähigkeiten: Infos zum Überleben in der Natur

Kommt es letztendlich trotzdem so weit, dass man zum Wilderness Survival übergehen und in der freien Natur überleben muss, sind einige Fähigkeiten nötig, um das Überleben zu sichern und die Grundbedürfnisse nach Nahrung, Wasser und Sicherheit stillen zu können. Dazu gehören folgende Aufgabenbereiche:

  • Wassersuche
  • Nahrungsbeschaffung
  • Feuer
  • Orientierung

Abhängig davon, wo man sich im Katastrophenfall aufhält, ist die Suche nach der nächsten Wasserquelle mehr oder weniger schwierig – früher oder später wird man allerdings sicher auf einen Bach, einen Fluss oder einen See stoßen. Wichtig hierbei ist: Natürliches Wasser, das keiner frischen Quelle entspringt, ist mit Bakterien versetzt. Diese Bakterien konnten unsere Vorfahren vor vielen Jahrtausenden noch verwerten – durch unsere sterile Lebensweise ist unser Körper nicht mehr in der Lage, diesen Bakterien standzuhalten. Durchfall und Erbrechen können die Folge sein. Es ist deshalb von großer Bedeutung, Trinkwasser im Vorfeld abzukochen oder durch Entkeimungsfilter oder –Tabletten zu reinigen. Auch das Spannen von Folien, in denen sich nächtlicher Tau sammeln kann, ist selbst in trockeneren Gebieten eine gute Möglichkeit, um schnell an Trinkwasser zu gelangen.

Die Bedeutung von Nahrung wird beim Survival häufig unterschätzt – immerhin kann der Mensch etwa 3 Wochen aushalten, ohne Nahrung zu sich zu nehmen. Dies gilt allerdings nur, solange keine Energie benötigt wird – und diese ist beim Survival für das Aufbauen des Schlafplatzes, die Suche nach Lebensmitteln und Trinkwasser und das Sammeln von Feuerholz durchaus nötig. In erster Linie sollte man sich deshalb so gut wie möglich über essbare Pflanzen, Beeren und Pilze in der Gegend informieren und sich auch zumindest ein theoretisches Wissen über die Jagd und den Fischfang aneignen, um auch hierfür im Ernstfall gewappnet zu sein.

survival feuer

Auch Feuer gehört zu den wichtigsten Elementen des Survivals: Ein Lagerfeuer schafft Licht, Wärme, Energie und Sicherheit – schon seit Anbeginn der Zeit gehört deshalb Feuer zu den Grundpfeilern unserer Existenz. Grundsätzlich ist es zwar möglich, auch ohne Hilfsmittel ein Feuer zu entfachen – komfortabler und energiesparender erweist sich jedoch das Anzünden eines Feuers mit einem Feueranzünder oder Feuerstein, der deshalb auch in keiner Survival Ausrüstung fehlen sollte. Wichtig ist dabei, dass man im Vorfeld sein Equipment testet und sich auch mit dem Anzünden eines Feuers ohne Hilfsmittel mit trockenem und feuchtem Holz auseinandersetzt, um auch hierauf im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Zu guter Letzt gehört auch eine gute Orientierung zum Überleben in der Wildnis – und nicht nur hierfür ist es sinnvoll, einen Kompass oder ein GPS zur Hand zu haben: Auch bei einer Autopanne oder einem Unfall in einer fremden Umgebung ist es hilfreich, wenn man schnell wieder in die nächste Stadt zurückfindet – hierbei lohnt es sich, gegebenenfalls dem nächsten Fluss zu folgen, der fast immer zurück in die Zivilisation führt. Auch ohne Kompass kann man sich in der Regel schnell mithilfe des Sonnenstandes oder Merkmalen der Natur zurechtfinden. So sind die Bäume hierzulande beispielsweise meist auf der Westseite bemoost.

Die richtige Ausrüstung für alle Zwecke

survival setFür das Erstellen einer Survival Ausrüstung Liste ist es wichtig, Luxusartikel von wirklich wichtigen Hilfsmitteln zu unterscheiden. Allerdings dienen auch die Hilfsmittel in erster Linie dem Zweck, das Überleben in der Wildnis zu erleichtern – wenn die Wasserfiltertabletten irgendwann verbraucht sind und der Kompass durch Störungen nicht funktioniert, sollte man sich auch ohne Hilfsmittel in der Natur zurechtfinden können. Trotzdem gibt es manche Produkte, auf die man gerade bei vorübergehenden Notfällen oder auch in der Anfangsphase der Katastrophe nicht verzichten sollte. Welche das sind und welchen Zwecken sie dienen, verraten wir hier.

 

Survival unterwegs: Was ist bei der Fortbewegung von Bedeutung?

survival ausrüstung schuheBewegung: Beim Sammeln von Essbarem und Feuerholz sowie auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz wird man innerhalb von kurzer Zeit weite Strecken zurücklegen müssen – und nicht nur das: Während den kalten Wintermonaten ist es lebensnotwendig, den Körper durch Bewegung fit und auf Temperatur zu halten. Damit die Bewegung nicht zur Qual wird, sollte man auf ein stabiles und wetterfestes Schuhwerk setzen.

 

Passende Schuhe für die perfekte Survival Ausrüstung erkennt man an einer rutschhemmenden Profilsohle aus Gummi, einem stabilen und witterungsbeständigen Obermaterial und selbstverständlich auch an einem hohen Maß an Komfort beim Gehen.

 

Produktreview Haix KSK Elite:

 

Orientierung: Autopanne, Unfall, Katastrophe – es gibt viele Ursachen, weswegen man die Orientierung verlieren kann. Während dies im städtischen Umfeld noch kein großes Problem darstellt, kann man durch fehlende Orientierung in der Wildnis schlimmstenfalls sogar sein Leben verlieren. Ein Kompass und aktuelle Karten können dabei helfen, schnell wieder auf Kurs zu kommen und in die Zivilisation zurückzufinden.

Wärme: Auch im Winter muss man sich auf die Suche nach Feuerholz, Nahrungsmitteln, einer Trinkwasserquelle oder einem neuen Schlafplatz machen – und dabei kann man sein Feuer leider nicht mitnehmen. Demnach ist man auf eine andere Wärmequelle angewiesen: Die Wärme, die beim Laufen und Arbeiten entsteht, bleibt mit einer dicken Jacke länger erhalten, wodurch man sich vor dem allzu schnellen Auskühlen und damit vor einer Erkältung schützen kann. Im Idealfall kann man seine Jacke bei milderen Temperaturen auch umfunktionieren und lediglich das Innenfutter tragen – eine wasserdichte Verarbeitung und eine praktische Gestaltung sollten darüber hinaus ebenfalls nicht fehlen.

Licht: Licht schafft Sicherheit und Schutz – doch nicht immer kann man problemlos ein Feuer entzünden. In diesem Fall empfiehlt sich der Griff zur Taschenlampe: Eine Taschenlampe von kompakter Größe, stabiler Verarbeitung und langer Lebensdauer sollte deshalb in keiner guten Survival Ausrüstung fehlen. Das i-Tüpfelchen ist dabei ein praktischer SOS-Modus, der auch vor der großen Katastrophe bei persönlichen Notfällen von Vorteil sein kann.

Transport: Irgendwo muss man seine Survival Ausrüstung letztendlich unterbringen – und dabei zählen nicht nur der Stauraum, sondern auch der Komfort und eine gute Erreichbarkeit aller wichtigen Hilfsmittel. Mit einem sinnvoll konstruierten Rucksack hat man dabei beide Hände frei, während sich das Gewicht gleichmäßig auf den kompletten Rücken verteilt.

Produktreview Tasmanian Tiger Mission Pack: http://blog.obramo-security.de/allgemein/mission-pack-von-tasmanian-tiger-im-einsatz/

Werkzeug: Ein stabiles Messer ist beim Wilderness Survival Gold wert: Zum Ausnehmen von gefangenen Fischen, zum Kürzen von Ästen für den Lagerplatz oder sogar im Notfall als Schutz vor Plünderern – die Verwendungszwecke für ein (Taschen-)Messer sind schier endlos, weshalb man beim Zusammenstellen der Survival Ausrüstung auf keinen Fall darauf verzichten sollte.

Produktreview Pohl Force Prepper One:

Rasten: Worauf muss man im Lager achten?

Gesundheit: Hunger oder wilde Tiere sind gerade beim Survival hierzulande eher harmlos – ein kleiner Schnitt oder ein Kratzer kann jedoch schnell lebensbedrohlich werden, wenn man die Wundversorgung vernachlässigt. Auch Prellungen oder Verstauchungen können ohne die richtige Survival Ausrüstung zu einem ernstzunehmenden Problem werden. Ärztlicher Rat ist in einem solchem Fall unersetzlich – für schnelle Linderung darf jedoch ein Erste-Hilfe-Set in der Survival Ausrüstung nicht fehlen. Neben Pflastern, Wundkompressen und einem Alkoholtupfer zur Desinfektion sollten hier auch eine Pinzette und eine Verbandsschere vorhanden sein.

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Wasser: Selbstverständlich dürfen in der Survival Ausrüstung auch Produkte zum Filtern von Trinkwasser nicht fehlen. Dazu können neben Filtertabletten auch komplette Filtersysteme gehören. Langlebigkeit siegt in diesem Fall: Obwohl das Wissen um das Filtern von Trinkwasser mit natürlichen Hilfsmitteln beim Survival Gold wert ist, sollte man sich trotzdem so lange wie möglich auch auf einen praktischen Wasserfilter verlassen können.

Survival Feuer anzünden

 

Feuer: Während eine Taschenlampe Licht spendet, muss man für ein ausreichendes Maß an Wärme und Schutz trotzdem auf ein Feuer zurückgreifen. Erfahrungsgemäß kann sich das Entzünden eines Feuers als große Herausforderung erweisen – wohl dem, der einen Feuerstahl oder gar ein ganzes Feuerstahl-Set sein Eigen nennen kann: Ein Zündstein mit Schaber, Brennstofftabletten und Watte kann das Entzünden eines Feuers erheblich erleichtern und beschleunigen – und gerade bei Kälte und Dunkelheit kann jede Minute zählen. Allerdings ist es auch im Alltag von Vorteil, immer ein Feuerzeug dabei zu haben – und mit einem Feuerzeug am Schlüsselbund kann man den kleinen Feuerspender auch nicht zu Hause vergessen.

 

Schlaf: Ein gesunder und tiefer Schlaf ist von größter Bedeutung, um am nächsten Tag Höchstleistungen vollbringen zu können – und das gilt auch beim Survival. Wenn man sich plötzlich nicht mehr nur vom Schreibtisch zur Kaffeemaschine, sondern bei Wind und Wetter von Baum zu Baum bewegt, leistet der Körper Erstaunliches – ein ausreichendes Maß an gutem Schlaf ist deshalb unersetzbar, um die leeren Batterien wieder aufzuladen. Obwohl erfahrungsgemäß auch ein Schlafsack nicht mit dem Komfort eines Bettes mithalten kann, würde man sich nach einigen Nächten auf dem harten und kalten Waldboden wohl doch nach einem schützenden Schlafsack sehnen. Im Idealfall ist dieser dabei nicht nur auf kühle, sondern auch auf warme Temperaturen ausgelegt und bietet darüber hinaus Schutz vor Insekten und anderen störenden Umwelteinflüssen. Auch eine zusätzliche Isomatte trägt zu einem angenehmeren Schlafklima und zu einem höheren Maß an Komfort bei.

Produktvideo Klymit Isomatte Static V Recon

Lohnt sich ein Survival-Set?

Manche der vorgestellten Werkzeuge und Hilfsmittel, die auf der Survival Ausrüstung Liste nicht fehlen dürfen, kann man sich darüber hinaus auch direkt im Set bestellen: Das Leatherman SIGNAL Taschenmesser hält beispielsweise nicht nur ein Messer, sondern auch diverse Zangen, einen Drahtschneider, ein Kombimesser, eine Säge, einen Hammer, einen Dosenöffner und einen diamantbeschichteten Anspitzer bereit. Mit Klingenschärfer, Zündstahl und Notfall-Feile kommt man damit auf insgesamt 19 hochwertige Werkzeuge, die in keiner Survival Ausrüstung fehlen dürfen.

Produktreview Leatherman Signal:

Hat man schließlich sein Lager aufgeschlagen, findet man in der Mil-Tec Survival Kit Alu Box alle wichtigen Werkzeuge, die zur Wundversorgung, dem Entfachen eines Feuers oder der Reparatur wichtiger Hilfsmittel nötig sind: Neben einem Angel-Set gehören dazu unter anderem auch ein Bleistift, Reparatur-Klebefolie, ein Nähset, Sicherheitsnadeln, Salz und eine wasserdichte Notfallkapsel.

Verwendete Fotos von Fotolia.de: „stylish hipster traveler walking in sunny forest in the mountain “ © sonyachny, „Male tourist prepared dinner on a burner“ © antgor, „Tourist mini stove in the autumn forest“  © watcherfox, „Panorama of abandoned Chernobyl from rooftop“ © ninelutsk, „Adventure man hiking mountain“ © vitaliy_melnik.

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