Autounfall: Diese Dinge solltet ihr im Auto haben, um im Notfall überleben zu können

Mit Notfällen ist es leider so, dass diese selten geplant auftreten. Gerade noch wart ihr locker auf der Landstraße unterwegs und im nächsten Moment wird euer Auto von eben selbiger geschleudert. Auch Geisterfahrer oder allgemein die Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer sind häufig nicht vorhersehbar. Von jetzt auf gleich ist alles anders und ihr wisst nie, wie heftig der Unfall ausfällt.

Diesen Gedankengang haben wir uns zum Anlass genommen, einen Artikel darüber zu schreiben, welche zusätzlichen Dinge im Auto ihren Platz haben sollten. Neben dem vorgeschriebenen Verbandskasten, den Sicherheitswesten, dem Warndreieck und etwaigen Extras, gibt es also noch vieles, was im Auto deponiert werden kann, um sich im Notfall besser versorgen zu können.

Wie immer gehen wir dabei nicht nur von alltäglichen Situationen aus, sondern rechnen damit, dass ihr während eines Survival Trips mitten im Wald liegen bleibt. Schließlich sind unsere Leser in der Regel etwas rabiater unterwegs als die üblichen Zivilisten. Was ihr braucht, ist also etwas, was euch durch eine kalte Nacht bringt und euch durchhalten lässt, bis Hilfe eintrifft.

Mehr als genug Platz für eine Notfallausrüstung

Zunächst einmal ist die Frage, wo genau und wie die jeweiligen Notfallmaterialien transportiert werden sollten. Während der Verbandskasten und das Warndreieck für gewöhnlich ihren festen und dafür vorgesehenen Platz im Auto haben, ist das mit allem, was zusätzlich deponiert wird, natürlich etwas anders. Hier muss erst eine geeignete Stelle gefunden werden, die im Alltag nicht stört und gleichzeitig genug Stauraum bietet.

Empfehlenswert ist grundsätzlich immer der Kofferraum eures Autos, da es hier viel Fläche gibt und zwar meist deutlich mehr als die meisten benötigen. Sucht auch ruhig gezielt nach Lücken oder Plätzen, wo zusätzliches Material untergebracht werden kann. Viele Autos haben an den Seiten noch kleine Stauräume oder Taschen, die ebenfalls gefüllt werden können. Auch beim Reserverad unter der Abdeckung oder hinter bzw. unter den Sitzen kann es je nach Fahrzeugtyp zusätzlichen Stauraum geben. Jede Lücke sollte effektiv genutzt werden.

Wir empfehlen euch jedoch eher, eine entsprechende Transportbox im Kofferraum einzurichten. Diese Boxen lassen sich packen und verschließen, sodass die Gegenstände gut sortiert transportiert werden und nicht quer im Auto verteilt sind. Außerdem kann die Box vom Kofferraum schnell auf die Rückbank gestellt werden, wenn der Platz hinten dann doch mal für etwas anderes gebraucht wird.

Es kommt schlussendlich aber immer stark auf euren Fahrzeugtyp an. Je größer das Auto, umso leichter lässt sich etwas verstauen. Je kleiner das Auto, umso cleverer müsst ihr agieren und umso kreativer müssen die Verstecke oder Staumöglichkeiten gesucht werden.

Gegenstände für den Notfall im Auto

Der Verbandskasten hilft im Notfall schon einmal weiter und lässt sich, wenn notwendig, auch zweckentfremden. Wer in der Wildnis liegen bleibt, könnte aus dem Material Zunder erstellen oder Ähnliches. Wir empfehlen zusätzlich noch einen Wasserfilter. Natürlich nur dann, wenn die Chance besteht, dass ihr wirklich weit außerhalb liegen bleibt und die Trinkwasserversorgung längere Zeit problematisch wird. Wer lediglich in den Wald nebenan fährt, kann darauf verzichten. Prinzipiell reicht daher auch eine Flasche Mineralwasser für den Notfall parat zu haben.

Eine Taschenlampe haben die meisten eh schon im Handschuhfach. Auch sie ist unersetzlich, sollte es zu einem Unfall bei Nacht kommen. Wer sich mit Reparaturen auskennt, macht mit einem kleinen Multi-Tool ebenso wenig falsch. Da gibt es die verschiedensten Exemplare, schaut einfach mal bei uns in den Shop vorbei. Paracord ist aufgrund seiner vielfältigen Einsatzzwecke auch niemals verkehrt.

Für die Wärme empfiehlt sich weniger ein Feuer, als vielmehr eine möglichst warme Decke, Handschuhe und Ähnliches einzupacken. Besonders wichtig empfinden wir es, ein paar Outdoor-Schuhe dabei zu haben. Wann auch immer wir in der Vergangenheit einen Unfall hatten, meist war es in einer Situation, in der wir eher unpassend gekleidet waren. Wärme ist hier somit genau das, was als erstes verschwindet und gleichzeitig die größten Probleme verursacht.

Die typischen Ersatzmittel dürfen natürlich ebenso wenig fehlen. Egal ob Ersatzreifen, Glühlampen für die Scheinwerfer, ein Notfallkanister mit Benzin und Öl, sowie eine Ersatzbatterie. All diese Dinge sorgen für eine allgemeine Absicherung gegen klassische Probleme am Auto. Wer diese dabei hat, tankt im Notfall einfach nach oder ersetzt die leere Batterie mit der Ersatzbatterie aus dem Kofferraum. Panzertape ist ebenfalls hilfreich, weil damit bei einem Unfall auch schnell mal ein schleifendes Teil geklebt werden kann und so zumindest die Fahrt bis zur nächsten Werkstatt überlebt.

Jährliche Prüfung als wichtige Voraussetzung

Die Grundvoraussetzung all dieser Dinge ist, dass ihr eine gewisse Kontrolle darüber behaltet, in welchem Zustand sich eure Notfallausrüstung im Auto eigentlich befeindet. Das Benzin darf also ruhig mal beim Tanken mit frischem ersetzt werden und die Batterie muss ihre Leistung behalten. Panzertape neigt dazu, irgendwann schmierig zu werden, vor allem wenn es nass oder feucht wird. All das muss bedacht werden, denn sonst habt ihr im Notfall leider eine Notfallausrüstung die nicht mehr funktioniert. Beim Verbandskasten im Auto gilt das Gleiche, denn nicht umsonst hat dieser ein entsprechendes Datum.

Einmal im Jahr solltet ihr deshalb eine Art von Inventur durchführen, bei der ihr alle Gegenstände genauestens prüft. Auch deshalb empfiehlt sich eine entsprechend dichte Transportbox als Unterbringung zu wählen, weil dort mit Sicherheit alles trocken bleibt. Im Auto entsteht schließlich durchaus Feuchtigkeit, die in die Gegenstände einziehen könnte. Das hat dann oft zur Folge, dass die Ersatzkleidung schimmelt.

Was erst zunächst etwas umständlich oder nervig erscheint, ist gar nicht so wild. Wer sich einmal angewöhnt hat, am Ende des Jahres einen Check durchzuführen, automatisiert diesen Vorgang. Zumal Autos sowieso mindestens einmal im Jahr geprüft werden müssen und die Materialien nur einen weiteren kleinen Check darstellen. Kein großer Mehraufwand also.

Muss ich wirklich so viel dabei haben?

Nein, natürlich nicht. Ein Prepper benötigt auch nicht zwingend einen Vorrat für den Notfall, er möchte ihn nur gerne haben und legt ihn daher an. Mit den Gegenständen im Auto ist es exakt dasselbe. Natürlich müsst ihr keinen davon im Auto haben, wenn ihr nicht möchtet. Kommt es dann aber zu einem Unfall bzw. Notfall, werdet ihr mit den Problemen kämpfen müssen, die sich durch Vorsorge ganz einfach hätten vermeiden lassen.

Nur darum geht es am Ende. Um Vorsorge, damit ihr im Notfall bestmöglich ausgerüstet seid. Warum sollte jemand frieren, wenn ganz einfach eine Decke im Auto deponiert werden kann? Warum zehn Kilometer zur nächsten Tankstelle laufen, wenn ein Kanister im Kofferraum schon ausreicht, um im Notfall nachzutanken? Vorsorge ist besser als Nachsorge. Am Ende muss somit jeder selbst entscheiden, welche Gegenstände oder Materialien er ständig im Auto mit sich führen will. Auch ob er dafür eine Transportbox wählt oder nicht, bleibt ihm überlassen. Der Artikel zeigt euch nur unsere persönlichen Empfehlungen. Jetzt seid ihr an der Reihe, eure eigene Notfallbox zu erstellen.

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