Ursprünglich wollten wir am Wochenende die Fenix TK70 ausgiebig testen. Dieser Knüppel hat stattliche Maße, wenn er erstmal zusammengeschraubt ist. Das gute Stück passt dadurch übrigens hervorragend in die Stativhalterung von einem Lowepro Slingshot Kamerarucksack.

Dummerweise war somit das Stativ nicht mit dabei, und die Nachtfotos sind alle sehr schlecht geworden. Ich hatte allerdings auch die Belichtungsdauer unterschätzt. „Ha, ich hab doch Licht mit, wird wohl nicht so lange zu belichten sein…“ Naja, die Sonne ist dann doch noch heller.

Da ich, als wir dann unterwegs waren, auch gleich noch „meine“ Tank007 TR01 dabei hatte und zu Testzwecken auch noch die Tank007 HC-128 (mit Schraubgewinde), wurde aus dem Nachtausflug gleich ein Flutlicht-Test. Einfaches Fazit: Die TK70 macht Tag.

Aber, um etwas mehr ins Detail zu gehen: Die beiden Tank Taschenlampen nehmen sich nicht viel, was die Helligkeit angeht. Beide bieten auf höchster Stufe eine komfortable Ausleuchtung des Weizenfelds, an dessen Rand ich stand. Die Augen der Rehe reflektierten gut und zeigten schön die Reichweite des gut gebündelten Strahls. Auch auf niedrigster Stufe sind beide Lampen sehr ähnlich. Beide Lichtkegel leuchteten den Weg vor uns gut aus ohne dabei allzusehr zu blenden, so dass die Augen abseits vom Licht auch noch Details wahrnehmen konnten.
Die Fenix Lampe war erstaunlicherweise auf niedrigster Stufe ähnlich hell. Ich hätte damit gerechnet, dass sie auch in diesem Modus heller wäre, aber hier war das Bild genau das gleiche. Solide, nicht blendende Ausleuchtung des Wanderwegs. Der Kegel war etwas breiter als bei den beiden kompakten Tanks, aber da gibt es bei allen dreien nichts zu bemängeln.

Auf höchster Stufe der TK70 ist man erstmal baff. Als ich mit dieser Lampe in Richtung der Rehe leuchtete, sah ich nicht mehr Augenreflexionen, sondern jeweils die ganzen Tiere. Und dahinter das Ende vom Feld. Und dahinter den Jägerhochsitz. Und dahinter ein Wäldchen. Und dahinter die Windräder.
Eines der Rehe stand verwirrt auf und, im Gegensatz zum normalen Fluchtreflex, begann etwas planlos rumzutorkeln. Wie man sich halt fühlt wenn urplötzlich Tag ist. Es kam sogar ein Stück auf mich zu und wusste ganz offensichtlich überhaupt nicht was zu tun war.
Etwas später konnte ich mit der TK70 vom Berg herunter ins Tal leuchten und dort auch Teile des Ackers ausleuchten. Leider war es sehr diesig. Laut Googlemaps und Pythagoras immerhin eine Strecke von gut 600 Metern.

Was mir am Flutlichtmodus der TK70 sehr auffiel war die gigantische Ausleuchtung. Zum einen natürlich der Strahl der wirklich sehr weit reicht, aber auch im allgemeinen Kegel, welcher doch recht breit ist wenn man auf einem weiten Feld steht, ist es SEHR hell. Dadurch nimmt man den Strahl manchmal gar nicht wahr, weil einfach alles in Leuchtrichtung hell ist. Geschmackssache.

Was noch zu bemerken wäre ist natürlich das Gewicht. Wer früher eine Maglite mit drei oder mehr Zellen mit sich rumtrug ist ja trainiert und freut sich mal wieder nen Knüppel in der Hand zu haben. Wer Gewicht sparen möchte sollte doch eher auf die 2200 Lumen verzichten und zu kleineren Modellen greifen. Denn was sich bei diesem Test auch sehr schön zeigte: In den meisten Fällen reichen Taschenlampen wie die TR01 vollkommen. Sie leuchten alles ausreichend aus, sind handlich und gut verstaubar. Somit nimmt man die auch mal eher mit.
Wer aber wirklich ein starkes und helles Licht braucht, mit dem man mal eben in stockfinsterer Nacht alles zum Tag machen kann, wird die TK70 lieben. So viel Licht gibt’s selten. Brachiale Power die die Dunkelheit durchschneidet.

Im Praxistest wurde bei der HC-128 noch der Druckschalter ausgiebig getestet. Meinen zwei Begleitern gefiel der Drehring der TR01 wesentlich besser. Bei der HC-128 schaltet man den Leuchtmodus durch leichten Druck auf den seitlichen An-/Aus-Schalter um. Dabei passierte es oft dass die Taschenlampe ausgeschaltet wurde. Mit etwas Übung klappt das aber auch gut.

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