Laser

Laser Genetics ND3 in der Nacht

Am letzten Wochenende waren wir nachts mit der ND3 von Laser Genetics unterwegs. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um einen grünen Laser, der zur Taschenlampe umgebaut und erweitert wurde. Dank einem komplexen System von neun Linsen ist es möglich aus dem gebündelten Strahl einen Kegel zu machen welcher gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Der Clou an dieser Lampe soll sein, dass das grüne Licht des Strahls nachts nicht blendet, wie es eine herkömmliche Taschenlampe tut. Wenn man in der Nacht im Wald unterwegs ist und eine normale Taschenlampe einsetzt, sieht man zwar im ausgeleuchteten Bereich alles, aber ist ansonsten vollkommen nachtblind, da die Augen sich an die Helligkeit anpassen und die Pupillen entsprechend weit geschlossen werden.
Das Grün hingegen liegt in einem Wellenbereich welcher dem natürlichen Sehen sehr entgegenkommt. Die Pupillen bleiben trotz Ausleuchtung des Weges weiter geöffnet als dies bei normalem Licht der Fall wäre.

So weit die Theorie.

Um es kurz zu machen: In der Praxis hat sich die Theorie bewährt. Es war sehr dunkel in der Test-Nacht, wir bewegten uns in dichtem Wald, aber auch an Waldrändern und auf Wiesen. Zu erst ist es sehr ungewohnt, erstmal „ohne“ Licht dazustehen, und man möchte doch eher die herkömmliche Taschenlampe einschalten, weil man die im Vergleich gleissende Helligkeit so gewohnt ist.
Nachdem sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten und wir wenigstens wieder Umrisse der Vegetation und den Wegrand wahrnehmen konnten ging es los, ab dann mit Laserbeleuchtung. Auch hier bleibt vorerst das Gefühl: Es ist immer noch dunkel.
Stimmt ja auch. Während man an die Wegränder und ins Unterholz blickt sieht man, wie im dunkeln mit angepassten Augen. Mit einer normalen Taschenlampe würde man „nichts“ sehen ausser schwarzer Dunkelheit. Und der Bereich, den man mit der ND3 ausleuchtet ist hell, und doch irgendwie dunkel. Im Grunde kontraststärker. Auf dem Weg liegende Hindernisse wie Äste oder Baumrinde waren ohne Probleme zu sehen. Dank der anpassbaren Fokussierung kann man die Reichweite des ausgeleuchteten Bereichs anpassen und somit auch sehr weit den Weg entlang gucken.
Der ausgeleuchtete Bereich ist sehr hell, wie man es von Taschenlampen gewohnt ist. Bloß dass es nicht blendet. Und grün ist.
Das faszinierende an dieser Lichtquelle war, dass anfangs die eigene Skepsis überwiegt, obwohl man bereits das (grüne) Resultat sieht. Aber das Konzept geht wirklich auf, man hat nachts Helligkeit, ohne geblendet zu sein. Wir mussten uns bloß anfangs erstmal dran gewöhnen. Nachdem aber die ersten Zweifel erfolgreich beseitigt sind, konnten wir uns in der Dunkelheit zügig und sicher vorwärts bewegen, nebenbei ins Unterholz blicken und Details erkennen, wo man sonst nur die Wahl zwischen Dunkelheit, Funzel oder blendendem Licht hatte.

 

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Laser Genetics ND3 sehr taktisch eingesetzt werden kann. Dank der Spot-Ausleuchtung, fokussierbar bis zum Laser, ist immer nur der Bereich angeleuchtet, der im Visier des Benutzers ist. Kein auffälliges Streulicht das die eigene Position verrät. Mit der Laserfunktion können bequem über mehrere Kilometer (!) Dinge markiert und gezeigt werden. Uns hinderte in dieser Nacht unsere Sehkraft daran, die Reichweite des Lasers wirklich wahrnehmen zu können, aber die Windräder auf dem nächsten Hügel, mehrere Hundert Meter entfernt, zeigten deutlich den Laserpunkt an.

Man kann mit einer Taschenlampe im dunkeln unterwegs sein und ist vollkommen zufrieden. Aber wer einmal dieses grüne Licht kennenlernen durfte wird es wieder haben wollen.

Und zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Noch nie machte Lightpainting mit meiner Kamera und einer langen Belichtungszeit so viel Spaß, wie mit diesem leistungsstarken Laser.

 

 

Und für alle die jetzt auch unbedingt grün sehen wollen:

Kaufen kann man das gute Stück und andere Modelle natürlich auch gleich bei uns 😉

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