Tactical Foodpack Review – Ein Gastbeitrag

Im Spätsommer 2020 erhielt ich das Tactical Foodpack von Obramo Security. Ich wollte das Tactical Foodpack aber nicht sofort in der heimischen Küche mit gut gefülltem Kühlschrank ausprobieren. Die gefriergetrocknete Nahrung sollte erst dann zum Einsatz kommen, wenn ich in eine Situation käme, wo eine Notration tatsächlich Sinn macht. Somit verstaute ich das Tactical Foodpack erst einmal in meinem Assault Pack Lasercut Rucksack.

Egal, ob Stadt oder Natur, diesen 25 Liter Rucksack führe ich de Facto täglich mit mir. Wenn auch mit teilweise geändertem Inhalt.

Somit verschwand das Tactical Foodpack für ein knappes Jahr in dem Assault Pack. Der Packungsinhalt von 90 bis 115 Gramm plus die paar Gramm des Verpackungsmateriales fallen dabei überhaupt nicht ins Gewicht. Die Notration kann konstant im EDC-Rucksack verbleiben.

Im Sommer 2021 ergab sich dann die Situation, wo das Zubereiten der Notration tatsächlich Sinn machte. Ich lebe und arbeite im Nationalpark Bayerischer/Böhmischer Wald. Ich fuhr mit einem Lada Niva 4×4 aus den Bergen zurück zur Nationalparkverwaltung ins Tal. Doch während meines Aufenthaltes in den Höhenlagen, stürzte eine morsche Fichte auf den Waldweg und versperrte mir die Route. Kein Problem, dachte ich – dafür liegt ja eine Motorsäge im Kofferraum.

Doch Murphys Gesetz schlug zu – die Säge sprang nicht an. Ein Mobiltelefon hatte ich nicht am Mann, da es in der Gegend ohnehin keinen Empfang gibt.

Na prima, jetzt stand mir eine rund 16 Kilometer lange Wanderung bevor. Da ich als Frühstücksmuffel noch nichts gegessen hatte, entschloss ich mich, das Tactical Foodpack auszuprobieren. Einen Liter Trinkwasser befand sich in meiner Tritan TM Trinkflasche, einen Esbit-Notkocher der Bundeswehr und eine Blechtasse lagen im Aussalt Pack. Auch, wenn das Tactical Foodpack mit kaltem Wasser angerichtet werden kann, stand Dank des Notkochers einer warmen Mahlzeit nichts im Wege.

Ich holte das Tactical Foodpack aus dem Rucksack. Die stabile Verpackung hatte in dem knappen Jahr des Rumschleppens nicht gelitten. Es gab keine Risse, die nach Angaben des Herstellers 100% biologisch erzeugte gefriergetrocknete Nahrung war dort, wo sie hingehörte: in der Verpackung.

Das Wasser war auf dem primitiven Kocher schnell erhitzt. Ich machte es lediglich heiß, wartete nicht, bis es kocht. Das heiße Wasser kippt man direkt in die geöffnete Verpackung des Tactical Foodpacks, dann rührt man es um, wartet acht Minuten und kann essen. Sofern man nur kaltes Wasser hat, sollte man nach dem Umrühren 16 Minuten bis zum Verzehr warten.

Dafür, dass das Tactical Foodpack für außergewöhnliche Situation gedacht ist, schmeckte das Tactical Foodpack Curry, Chicken and Rice sehr gut. Und es sättigt erst einmal. Somit kann man es als Notration uneingeschränkt empfehlen. Ob nun im Rucksack oder beispielsweise auch irgendwo im Auto. Etwa für den Fall, dass es durch einen plötzlichen Wintereinbruch zu einem stundenlangen Verkehrskollaps kommt. Was in der Vergangenheit durchaus schon passierte. Das Tactical Foodpack ist jahrelang haltbar, wobei ich keine Bedenken hätte, auch abgelaufene Foodpacks zu konsumieren. Gefriergetrocknetes kann an sich nicht verderben.

Allerdings sollte man eines nicht außer Acht lassen – die Portionen haben so um die 440 bis knapp 600 kcal (Kilokalorien). Ein 40-jähriger Mann verbraucht bei leichter körperlicher Belastung etwa 2300 kcal, eine gleichaltrige Frau 1800 kcal. Der Verbrauch schießt bei schwerer Belastung in die Höhe. Somit kommt man mit 500 kcal nicht sonderlich weit. Insbesondere dann nicht, wenn man beispielsweise mit schwerem Gepäck auf eine Trekkingtour geht. Wollte man sich ausschließlich auf einer tagelangen Wanderung von Tacktical Foodpacks ernähren, bräuchte es fünf bis sechs Pakungen täglich.

Was bei einem Preis zwischen rund EUR 4 und knapp EUR 11 ins Geld gehen würde.

Doch als Ration für den Notfall, ist das Tactical Foodpack wärmstens zu empfehlen.

Ein Gastbeitrag von Robert Cadek

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