Heute kommen wir beim dritten Teil des VARTA Tests an.

Zur Erinnerung: Varta hat uns zwei Lampen zum Test zur Verfügung stellen lassen (Testabschnitt eins und Testabschnitt zwei). Und da wir nunmal eine Menge Taschenlampen hier testen geht es natürlich auch darum, die besonderen Merkmale herauszufinden. Und dafür darf man nicht zimperlich sein.
Varta bewirbt diese zwei Lampen, eine Stablampe und einen Handscheinwerfer, als „indestructible“, und dieses Werbeversprechene wollen wir natürlich überprüfen.

Nachdem ich gestern in Teil zwei des Tests schon von den Tauchgängen für diese Lampen, und den allgemeinen Leuchteigenschaften, berichtet habe, geht es heute um den weiteren „Testablauf“.

Setting war diesmal eine Baumreihe in einem Wald an einer Asphaltstraße. Kamera auf Stativ, Belichtungszeit bis zu dreissig Sekunden, und dann schauen wir doch mal was diese Lampen für Spuren zeichnen wenn sie fröhlich über den Asphalt scheppern. Und aufprallen. Und hochgeworfen werden. Und wieder aufprallen und weiterrutschen.

Eins vorweg: Die Lampen haben das alles unbeschadet überstanden! Bei der Stablampe gab es mal einen Wackelkontakt, da die Plus-Pole der C-Zellen Batterien mittlerweile sehr eingedrückt waren. Bei der Beam Lantern musste das Gehäuse nach einer besonders harten Landung nochmal etwas fester zugeschraubt werden.
Ansonsten gab es lediglich ein paar Kratzer, oder Abschürfungen, in den Bodies der Lampen, die nicht weiter erwähnenswert sind. Oder anders gesagt: Die Gehäuse haben alles nahezu unbeschadet überstanden. Und da waren einige harte Aufschläge dabei.

Für das letzte Foto habe ich etwas nachgeholfen mit dem Dreck. Sieht doch gleich martialischer aus.

Nach diesen Flügen durch die Nachtluft leuchteten die beiden Indestructible Lampen also unbeeindruckt weiter. Das mit dem Lightpainting muss ich noch üben, ich habe das vorher ja quasi noch nie gemacht ausser mit dem Laser Genetics ND3 Männerspielzeug.

Aus night

 

Am nächsten Tag in der Firma angekommen wurden die beiden Lampen erstmal gereinigt. Der Dreck war mittlerweile angetrocket und bröckelte ab. Mit ein wenig drüberbürsten lösten sich alle Rest sehr gut ab, aber ich habe die Lampen dann vorsichtshalber trotzdem noch mal gebadet. Schliesslich ist auch das eine sehr gute Möglichkeit noch ein paar Bilder zu machen. 😉

Natürlich möchte ich an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen dass die Lampen NICHT dafür ausgelegt sind so gebadet zu werden. Sie sind nur spritzwassergeschützt gemäß IPX-4 Standard. Dementsprechend konnte ich danach auch einige Wassertropfen im inneren finden. Kann allerdings genauso gut auch Kondenswasser gewesen sein da die Lampen die Nacht über im kalten Auto gelegen hatten. Aber hier zeigte sich auch nochmal die gute Verarbeitung der Gewinde und der Dichtungen. Da gibt es nichts zu meckern.

Womit wir auch beim Fazit angekommen sind!
Was gibt es denn nun zu meckern, was ist gut gelungen und was überzeugt noch nicht?

Nach Ankunft der beiden Lampen hatten wir erstmal Zweifel. Die verbauten LED sind in der heutigen Zeit schwach. Lichtleistungen von ungefähr 150 Lumen erreichen mittlerweile kleine, vier Zentimeter lange EDC Taschenlampen. Und diese bieten dann eventuell auch gleich noch mehr Leucht-Modi und sind natürlich viel viel leichter.
In der Größenklasse dieser beiden Lampen sind wir mittlerweile andere Lichtstärken gewöhnt. Taschenlampen in der Größe der Stablampe haben bis zu 800 Lumen, und bei den Handscheinwerfern gilt einfach „mehr ist besser“ und es sind oft über 1000 Lumen zu finden. Das in den vorherigen Teilen des Testberichts beschriebene „Tiny Monster“ von NiteCore passt noch bequem in die Jackentasche und macht mit 2000 Lumen die Nacht zu Tag. Dank drei XM-L T6 LED!
Hier hätten wir etwas zeitgemäßere LED erwartet und würden zu „helleren“ Lampen raten. Aber! Das NiteCore Modell bewegt sich hier natürlich in einem ganz anderen Preisrahmen. Das Tiny Monster ist mit 269 € wesentlich teurer.

Varta hat allerdings gute Reflektoren entwickelt. Im ersten Praxistest in der Nacht zeigte sich, dass diese Lampen doch schon einen sehr hellen Strahl erzeugen. Dieser ist dank der Reflektoren aber extrem gebündelt und leuchtet einen sehr kleinen Fleck aus. Da sind beide Lampen auch sehr ähnlich, trotz der sehr unterschiedlichen Bauformen.
Wer also extreme Thrower sucht wird hier seine Freude haben, wer etwas mehr Streuuung erwartet wird verwundert gucken. Für einen sehr fokussierten Blick beim absuchen eines Geländes ist dies sehr angenehm, wer aber mal eben das Gelände ausleuchten will hat verloren. Hier leistete die Tank007 TR01 mit der XP-G R5 LED bessere Dienste, aber die Reichweite der Beam Lantern war dann doch höher.

Was das „indestructible“ im Namen angeht: Diese Lampen sind wirklich unverwüstlich. Ich habe sie leiden lassen. Sie wurden gestossen, geschubst, geschlittert, gedrückt, getaucht… Beide Lampen haben das anstandlos mitgemacht und sehen noch fast wie neu aus, wenn man von ein paar typischen Kratzern am Gehäuse absieht. Sowohl das Alugehäuse der Stablampe, als auch das Plastikgehäuse der Beam Lantern sind äusserst robust. Hier können wir diese Lampen also uneingeschränkt empfehlen, wenn der Anwender sich an die Vorgaben des Herstellers hält.
Als Alternative wäre hier die Armytek Predator zu empfehlen, welche sogar nach IPX-8 Standard wasserfest ist (nicht nur Spritzwasser, sondern langes untertauchen) und ebenfalls nahezu unzerstörbar ist. Die Predator ist ebenfalls ein Thrower, aber doch ein gutes Stück kompakter und mit 18650 Akku zu betreiben. Allerdings dürfte das sehr hochwertige Oberflächen-Finish der Predator deutlichere Spuren vom Gebrauch abbekommen, auch wenn der Body selber natürlich heile bleibt.
Fairerweise muss man auch hier anmerken dass die Armytek Predator mit 89,95€ in einer höheren Preisregion angesiedelt ist als die beiden Varta-Modelle.

Die Stromversorgung der beiden Lampen erfolgt durch Varta C-Zellen. In der Stablampe sind es drei, in der Beam Lantern vier Stück. Da ist natürlich von Vorteil dass diese fast überall zu haben sind. Zur Leuchtdauer kann ich nur sagen, dass diese laut Verpackung jeweils ca 80 Stunden beträgt. Bisher ist, nach umfangreichen Tests, keine Abnahme der Leuchtleistung zu merken.
Beide Taschenlampen haben zwei Leuchtstufen, die nacheinander mit dem Schalter aktiviert werden. Hier wäre es schöner wenn die schwächere Stufe noch dunkler wäre, denn der Unterschied ist nicht sehr groß.

 

Sowohl die „VARTA 3 Watt L.E.D. Indestructible Ref. 18702“ Stablampe (um mal die genaue Artikelbezeichnung anzugeben), als auch die „VARTA 3 Watt L.E.D. Indestructible Ref. 18750 Beam Lantern“ sind für ihren im Verhältnis sehr  günstigen Preis empfehlenswerte Lampen mit einem überzeugenden Konzept. Wahre Taschenlampen-Fans werden aber sicherlich andere, auch hellere Lampen besitzen. Trotzdem werden diese beiden Modelle ihren angestammten Platz in der Gartenhütte, im Auto oder bei der Jagd finden. Besonders als Zweit-Lampe mit extremen Throw sind diese Lampen überzeugend.

 

Und ja, sie sind indestructible!!

Wir sind überzeugt. Und darum werden die Produkte der Varta indestructible Reihe in Kürze bei uns im neuen Taschenlampenshop erhältlich sein:
www.obramo-taschenlampen.de

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2 Comments On This Topic
  1. VARTA indestructible Testbericht Teil 2 | Obramo
    7. Dezember 2011

    […] Hier geht’s zum dritten Teil. 6 DEZ 0 Ähnliche ArtikelVarta 3 Watt L.E.D. Indestructible Testbericht Teil IIIVarta Professional Line – Wirklich “Indestructible”? Teil INiteCore Tiny Monster TM11 Taschenlampe im Nacht-Test Rubriken: Allgemein, Produktvorstellung Schlagworte: beamshot, indestructible, led taschenlampe, testbericht, varta Kommentare abonnieren […]

  2. Theodergrosse
    7. Dezember 2011

    Ich hab die beiden Lampen im Einsatz gesehen und war wegen der starken Bündelung des Strahles beeindruckt. Klar ist es gut, wenn man das verändern kann, aber vor den Füssen war’s hell genug um zu laufen und der Hase in 50 m Entfernung war im Lichtkegel hervorragend zu sehen. Drumherum war’s dunkel.
    Zu dem Baum im Hintergrund in Teil 2: Der war ja auch garnicht angepeilt, sondern die Bäume rechts, wenn ich das richtig sehe. Hätte man den Strahl direkt auf den Baum gerichtet und wüsste man, wie weit er weg ist, hätte die Aussage mehr Wert . Also sollte man in solchem Fall mal mit gemessenen Werten aufwarten.